Ein Fenster nach Japan
Im Jahr 2001 entstand im ehemaligen Gutshaus in Todendorf nahe Teterow in Mecklenburg das Deutsch-Japanische Kulturzentrum Schloss Mitsuko. Das Herrenhaus wurde nach der Ehefrau des Initiators, Prof. Heinrich Johann Radeloff, in Schloss Mitsuko umbenannt und bedeutet »die Lichtbringende«. Seit Bestehen wurden zahlreiche Kontakte zu Firmen, Institutionen und Künstlern geknüpft. Dank Schenkungen und Leihgaben vieler Förderer und Freunde sind im Schloss, dem Domizil des Fördervereins deutsch-japanischer Freundeskreis zu Todendorf, zahlreiche großartige Exponate zu bewundern.
Das 1860 erbaute Gutshaus avancierte zu einem bedeutenden Veranstaltungs- und Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische japanische Kunst und Kultur. Der angrenzende Garten wurde in den vergangenen Jahren mit viel Liebe zum Detail zu einem Deutsch-Japanischen Hain umgestaltet. Im Hain ausgestellte Skulpturen von japanischen und deutschen Künstlern machen den ehemaligen Gutspark zu jeder Jahreszeit zu einem besuchswerten Kleinod. In den warmen Monaten wird der Hain auch für Veranstaltungen wie Gastauftritte japanischer Ensembles genutzt.
Wege zur Schlichtheit
Es ist bereits die achte Auflage unserer Ausstellungsserie »Wege zur Schlichtheit«, zu deren Eröffnung wir Sie herzlich einladen möchten. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die zentrale Übung der Zenga-Malerei, bei der der Weg des Pinsels in Meditation durch die Energie des Künstlers und nicht durch volitive Bewegungen gesteuert wird. »Der Weg ist das Ziel« ist nicht alleine die Formel des Pinsel-Zen-Wegs – alle Ausdrucksformen der Bildenden Kunst erlauben eine Auseinandersetzung mit dem inspirierenden Thema. Wir freuen uns über Beiträge zahlreicher Künstlerinnen und Künstler aus der Region und aus Japan, die in der Gruppenausstellung voraussichtlich bis Ende September 2012 im Schloss Mitsuko versammelt zu sehen sein werden.
Hitsuzendō (筆禅道), der Weg der Zen-Übung mit Pinsel und Tusche, wird von Buddhisten angewendet um durch Meditation Śamatha, einen Zustand von Konzentration und Stabilität des Geistes zu erreichen. In der Meditation ist die Kalligraphie ein nicht vom Willen gesteuertes Schreiben, bei dem Körper, Geist, Pinsel, Tusche und Papier zu einer Einheit verschmelzen. Die Lebensenergie des Künstlers steuert den Tuschepinsel, das Ergebnis ist nicht vorhersehbar.
Diese Ausstellung jenseits aller Kategorien wird am 26. Mai 2012 um 19 Uhr eröffnet. Bitte beachten Sie auch die weiteren Angebote im Schloss Mitsuko und bei der überregionalen Veranstaltung »Kunst : Offen« am Pfingstwochenende.
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CO₂-neutrale Website
Wir nehmen an der freiwilligen Initiative »CO₂-neutrale Website« teil. Mit dem Erwerb von Emissionsrechten (CO₂ quotas) neutralisieren wir den mit dem Unterhalt der Website schloss-mitsuko.de verbundenen und nicht anders vermeidbaren Schadstoffausstoß bei der Energiegewinnung sowohl server- wie auch nutzerseitig. Durch die Berechnung der Emissionen anhand der Besucherzahlen machen wir automatisch auch Ihren Ausflug auf diese Website zu einer klimafreundlichen Reise ins Schloss Mitsuko. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, mehr zu tun, als die im Kyoto-Protokoll festgelegten Klimaschutzziele mit Worten und auf der Leinwand zu unterstützen. Die Bewahrung der Schöpfung fängt mit Respekt gegenüber jeder Kreatur an. Dazu gehört auch die Beurteilung unseres eigenen Handelns und die Reduzierung umweltzerstörender Effekte wie dem Ausstoß von Treibhausgasen.
Zertifikat für diese Website
Mehr Informationen zur Initiative »CO₂-neutrale Website«.
Kleinod in der Mecklenburgischen Schweiz
Todendorf, ein Ortsteil der Gemeinde Thürkow, liegt nördlich der Kreisstadt Teterow in der westlichen Mecklenburgischen Schweiz am eiszeitlich geformten Durchbruchstal des Thürkower Baches in die Niederung des Teterower Sees. Das malerische, östlich angrenzende Tiefland gehört zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.
In der Umgebung zeugen jungzeitliche Großsteingräber wie im Hohen Holz und Bodendenkmale der Slawenzeit wie auf der Burgwallinsel im Teterower See von der Vergangenheit. Die vielen repräsentativen Herrenhäuser und Schlösser mit ihren angrenzenden Parkanlagen, Ruinen mittelalterlicher Klöster, die trutzigen Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert und die markanten Alleenstraßen prägen die Landschaft. Lebendig geblieben ist die Geschichte des Landstrichs beispielsweise in der überlieferten Teterower Hechtsage.
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Hiroshi Fuji (Bild Mitte)




