Ein Fenster nach Japan
Im Jahr 2001 entstand im ehemaligen Gutshaus in Todendorf nahe Teterow in Mecklenburg das Deutsch-Japanische Kulturzentrum Schloss Mitsuko. Das Herrenhaus wurde nach der Ehefrau des Initiators, Prof. Heinrich Johann Radeloff, in Schloss Mitsuko umbenannt und bedeutet »die Lichtbringende«. Seit Bestehen wurden zahlreiche Kontakte zu Firmen, Institutionen und Künstlern geknüpft. Dank Schenkungen und Leihgaben vieler Förderer und Freunde sind im Schloss, dem Domizil des Fördervereins deutsch-japanischer Freundeskreis zu Todendorf, zahlreiche großartige Exponate zu bewundern.
Das 1860 erbaute Gutshaus avancierte zu einem bedeutenden Veranstaltungs- und Ausstellungsort für traditionelle und zeitgenössische japanische Kunst und Kultur. Der angrenzende Garten wurde in den vergangenen Jahren mit viel Liebe zum Detail zu einem Deutsch-Japanischen Hain umgestaltet. Im Hain ausgestellte Skulpturen von japanischen und deutschen Künstlern machen den ehemaligen Gutspark zu jeder Jahreszeit zu einem besuchswerten Kleinod. In den warmen Monaten wird der Hain auch für Veranstaltungen wie Gastauftritte japanischer Ensembles genutzt.
»Gewachsene Schönheit«
Die Sonderausstellung zeigt originelle Kunstformen aus der Wunderwelt der Waldnatur. Alle Exponate sind im Laufe eines langen Baumlebens durch die natürliche Wildheit des Wuchses entstanden. Sie wurden hauptsächlich in Maserknollen, Totholz und anderen Baumgebilden entdeckt. Die wahre Gestalterin dieser Wildholzobjekte ist die Natur. Dr. Horst Krüger hat die verborgene Schönheit der bizarren Naturschöpfungen einfühlsam freigelegt und macht sie so den Sinnen des Betrachters zugänglich. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Schlosses besichtigt werden.
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Wege zur Schlichtheit VI
Zur Zeit im Schloss Mitsuko: Die sechste Auflage in der Ausstellungsserie »Wege zur Schlichtheit« zeigt unter dem Titel »Quelle des Lebens« Werke von 18 Künstlern, die größtenteils in der Umgebung tätig sind oder mit traditionellen japanischen Techniken oder Materialien arbeiten. Die zu Pfingsten eröffnete Gruppenausstellung kann während der Öffnungszeiten des Schlosses besichtigt werden.
Beteiligte Künstler
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Kleinod in der Mecklenburgischen Schweiz
Todendorf, ein Ortsteil der Gemeinde Thürkow, liegt nördlich der Kreisstadt Teterow in der westlichen Mecklenburgischen Schweiz am eiszeitlich geformten Durchbruchstal des Thürkower Baches in die Niederung des Teterower Sees. Das malerische, östlich angrenzende Tiefland gehört zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.
In der Umgebung zeugen jungzeitliche Großsteingräber wie im Hohen Holz und Bodendenkmale der Slawenzeit wie auf der Burgwallinsel im Teterower See von der Vergangenheit. Die vielen repräsentativen Herrenhäuser und Schlösser mit ihren angrenzenden Parkanlagen, Ruinen mittelalterlicher Klöster, die trutzigen Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert und die markanten Alleenstraßen prägen die Landschaft. Lebendig geblieben ist die Geschichte des Landstrichs beispielsweise in der überlieferten Teterower Hechtsage.
Hiroshi Fuji (Bild Mitte)




